Ironie des Schicksals?! Das aufgrund Schneemangels auf die Oberst-
dorfer Großschanze verlegte Skifliegen am 27.01.2007 stand wegen zu
starkem Schneefall zunächst unter keinem guten Stern.
Erst stark verspätet konnte der Wettkampf  begonnen werden. Doch dies
schien der guten Stimmung in der Erdinger Arena keinen Abbruch zu tun.
Sieger Adam Malysz sah das ähnlich...
Malysz: Ich finde es schön, dass Fans aus Polen zu so vielen Springen
reisen. Diese Unterstützung hilft mir immer sehr.
Das Wetter war leider nicht besonders gut, aber im Vergleich zu Zakopane waren die Bedingungen für uns Springer okay.
Michael Uhrmann, der überraschend Dritter wurde, sah sich auch mit
den schlechten Verhältnissen im 1.Durchgang versöhnt.
Uhrmann: Im 1.Durchgang hatte ich wirklich etwas Pech mit dem Wind,
aber dafür waren für mich die Bedingungen im Finale sehr gut.
Die Schanze hier hat ein wahnsinnig hohes Niveau. Anfangs
habe ich mich damit etwas schwer getan. Trotzdem habe ich
hier nur gute Sprünge gezeigt und war vorn dabei. Mein Start in
diese Weltcup-Saison war schon ziemlich schwach. Ich musste
mich langsam vorarbeiten und mich Stück
 
  Uhrmann: für Stück verbessern. Unter den Umständen hatte ich für mich selbst eine gute Tournee, aber mehr als der 9.Platz war einfach nicht möglich. In Zakopane kam dann noch der Wind dazu.
Ich hatte einfach immer wieder Wettkämpfe mit einzelnen Sprüngen, die gezeigt haben, dass ich weit springen kann. Aber
für 2 konstant gute Sprünge hat es eben nicht gereicht. Hier hat
es jetzt endlich geklappt.
Vorallem für´s Team ist das auch wichtig, weil wir viel um die Ohren bekommen haben. Vielleicht bekommen die anderen dadurch aucheinen Schups. Alles in allem sieht es meiner
Meinung nach für die WM jedenfalls besser aus als gedacht. Die Ausgangssituation ist doch gar nicht so schlecht, da niemand uns wirklich etwas zutraut. Ich selbst versuche mich nur auf meine Sprünge zu konzentrieren und schaue von Springen zu Springen.
Jörg Ritzerfeld springt die beste Saison seines Lebens und Martin  Schmitt ist auch wieder besser in Form. Einen vierten Mann
müssen wir noch auftreiben, aber man sollte vielleicht einmal in
die nationale Gruppe schauen.  Da sind, denke ich, 2 oder 3 dabei. Naja, zur WM muss eben dann die Form passen und man brauch das Quäntchen Glück.
 
  Der zweiplatzierte Thomas Morgenstern könnte diese Situation viel
entspannter sehen, oder!?
Morgen-
stern
Ja, die Stimmung im Team ist perfekt. Das taugt uns voll, aber
wir haben 9 Springer, die in Frage kämen. Da wird ein Kampf
draus, wer ins Team kommt.
Das er die Form dafür hat, stellte er jedenfalls heute unter Beweis. Trotz
einer Gürtelrosen-Erkrankung zeigte er sehr schöne Sprünge
Morgen-
stern
Ich habe es in Zakopane schon bemerkt und mir dann gedacht,
wenn ich krank bin, springe ich immer gut, weil ich mich dann
nicht mehr auf den Sprung sondern auf die Krankheit
konzentriere